neu

Wollt ihrs noch genauer wissen?

Wie scheinheilig seid ihr eigentlich? Nach vorne rumschreien, daß ihr ja nur aufklären wollt, aber eigentlich gehts euch doch nur um eure scheiß Neugier.
Unbedingt alles wissen müssen, um gengu zum berichten zu haben. Endlich mal so richtig gruseln und dann scheinheilig das Opfer bemitleiden. Aber erst soll es jede Kleinigkeit erzählen, müssen doch alle wissen, was gewesen ist. Kann man ja nicht genug von hören. So grausame Menschen, ach ja. Gut, daß ihr besser seid, oder?
Ihr berichtet ja nur und bohrt nach und am besten wären ja noch Bilder. Oder gibts nen Film von der Sache? Kleines Kind das schreit vielleicht noch? Muß die Welt doch sehen können, was so passiert! Das Opfer? Ist doch egal, hat doch überlebt, kann doch gefälligst ein bisschen mehr erzählen, geht doch schließlich alle was an!

Einen Scheiß gehts euch an!

Wenn ihr irgendwas ausschlachten könnt, in bunten Farben ausmalen und schön gruselig aufbereiten, daß es viele lesen und ihr ne Menge Geld machen könnt, und endlich mal in den Schlagzeilen seid, da seid ihr groß. Aber die Augen aufmachen, wenn um euch rum was passiert, das kann keiner.
Hinterher rumjammern ist ja viel einfacher. Und am Ende dem Opfer noch Schuld zuschieben, wenn es nicht haarklein alles erzählt, da seid ihr ganz groß drin.
Das ist zum Kotzen!

Und das meine ich damit: Link

Leon

Geschrieben von Leon am 7. März 2012 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Hans

AKJP, München,

Autor der HP

Hat er doch Zeit gefunden

Da hat er wohl doch Zeit gefunden, der Papst. Na dann.


Papst trifft Missbrauchsopfer

Leon

Geschrieben von Leon am 23. September 2011 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

dafür habt ihr Geld?

Die katholische Kirche zahlt 30 Millionen Euro dafür, daß der Papst hier herkommen kann?
Das ist auch noch euer Ernst.
Für sowas ist Geld da, für sowas ist immer Geld da, aber um alles andere kann man streiten, ist ja klar.
Da reichen dann 5000 Euro.
Das ist echt so ekelhaft.
Ihr glaubt, den gleichen imaginären Freund zu haben. Und das sollen dann auch noch alle anderen glauben. Und weil der euch ja alles irgendwann vergibt, könnt ihr machen was ihr wollt und seit Jahrhunderten rummorden, missbrauchen und rumkrakelen.
Ihr seid Heuchler.
Frage mich, wieso soviele Menschen dermaßen blind auf dem Auge sind.

Und das ist auch logisch, oder?

“In Freiburg wird Benedikt Altkanzler Helmut Kohl treffen. „Er trifft ihn nicht als CDU-Politiker“, sagt Hans Langendörfer, Chefplaner der Papstreise. Die beiden würden sich seit langem kennen. Ob Benedikt bei seinem Deutschlandbesuch auch Zeit für ein Treffen mit Missbrauchsopfern hat, ist dagegen noch unklar.”

(Leon)

Geschrieben von Leon am 19. September 2011 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Heucheleien

Es ist mal wieder Weihnachten. Da kriegen alle so ein schlechtes Gewissen, man muss ja mal was tun gegen das ganze Leid. Kann ja keiner mehr mit angucken. Grade zu Weihnachten.
Dann spendet man mal schnell, dann ist das schlechte Gewissen weg und man hat ja was getan.
Und kann wieder weggucken und muss sich nicht mehr um das kümmern, was nebenan passiert.
Man hat ja schon.
Tolle Sache, so Augen die man mit ner Quittung abdeckt.
Am besten spendet man für irgendwen weit weg in nem andren Land. Das ist dann auch nicht so nah.
Steckt man Sachen in nen Schuhkarton, die freuen sich da doch über alles.
Und hier kann man wieder lachen und zig Euros für Geschenke ausgeben und alles hinter Glitzerkram verpacken.
Praktsich, wenn eine Kulisse funktioniert.
Und immer lächeln. Ist ja Weihnachten.
Ätzend!

Und Regierungsangehörige, die sich in Positur bringen, um gut auszusehen und ach so wichtig als einzige ach soviel tun, ohne wirklich was vernünftiges tun und das Schafvolk, was blökend hinterher läuft und noch applaudiert ist genauso ätzend. Wollt ich mal gesagt haben.

Leon

Geschrieben von Leon am 13. Dezember 2010 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Runder Tisch??

Was soll das werden?
Ihr redet über Betroffene, aber wieder nicht MIT ihnen. Ihr haltet euch für die größten Experten, aber die seid ihr nicht! Ihr denkt, wenn ihr ein paar nette Worte verliert und ein paar Punkte ausarbeitet, wird alles gut, aber während ihr dumm rum quatscht und euren Kaffee trinkt, geht es draußen weiter. Euer Tellerand ist höher als die chinesische Mauer.
Die Welt bleibt nicht stehen, nur weil ihr das beschließt!
Ihr zeigt mit Fingern auf die Institutionen, die aufgeflogen sind und hofft doch hintenrum, dass niemals etwas bei euch auffliegt, von dem ihr nichts wisst.

Und ihr Politiker macht den Fehler immer wieder, ihr redet über Dinge, von denen ihr keine Ahnung habt! Ihr spielt euch als Experten auf und seid keine! Hört auf, die Welt zu verarschen!
Ihr denkt über höhere Strafen bei Kriminellen nach, weil das ein ach so einfacher Weg ist, anstatt euch um die zu kümmern, die auf dem Weg in die Kriminalität sind. Ihr redet immer ÜBER andere, und nie MIT ihnen. Und das bei jedem Thema.
Ihr seid arrogant und selbstgerecht.
Ihr kotzt mich an!

(geschrieben von Leon)

Geschrieben von Leon am 8. Juni 2010 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Kann das einer erklären?

Ich verstehs nämlich nicht. Wieso ihr in dieser (katholische) Kirche nicht kapiert, was falsch und was richtig ist.
Da palavert ein Bischof über angebliche Gründe, warum in der Kirche missbraucht wird und sucht Fehler überall aber nicht bei dem Missbraucher? Nicht euer Ernst oder? Die Gesellschaft und der Umgang mit Sex ist also Schuld, als ob die Fälle nicht schon Jahre und teilweise Jahrzehnte zurückliegen.
Kann ja nicht das Problem sein, mal Klarheit zu schaffen und diese Schweine konsequent als Strafe der Kirche aus der Kirche zu werfen. Sollen halt zusehen, wo sie ne Arbeit herkriegen. Haben ja wohl nicht das Recht, in einer Kirche zu sein, die Nächstenliebe predigt. Oder was meint ihr mit Nächstenliebe? Kann man ja auch falsch verstehen.
Könnt ihr euch echt noch im Spiegel angucken ohne zu kotzen?
Achja, und dann les ich Argumente, es kommt doch woanders auch vor und die paar Fälle sind bei der Masse an Kirchenleuten ja zu vernachlässigen. Ja klar, einer mehr oder weniger, kann man doch drauf spucken. Und wenn andere missbrauchen, können wir ja auch. Man ey, werdet menschlich!
Aber beratet euch mal schön und bildet Gruppen und redet, bis wieder Gras über alles gewachsen ist. Zur Not zahlt man noch genug Kohle, dann wird’s schon gehen.
Und für alle, die immer noch brav ihr Geld einzahlen und meinen, was Gutes zu tun hab ich ein Sprichwort:
„Glauben ist leichter als Denken.“

(Text geschrieben von Leon)

Geschrieben von Leon am 20. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Strafen – Gesetze – Hilfen !?

Der kürzlich verstorbene Wiener Psychoanalytiker und Sozialpsychologe Ernst Federn, der in Haftanstalten viel Erfahrung mit Rechtsbrechern gesammelt hat, schreibt: “Der Mensch ist das bösartigste und gewaltsamste Wesen, das auf der Erde zu finden ist. Er ist vor allem das einzige Wesen, das an der Anwendung der Gewalt größte Freude empfindet, so großes Vergnügen in der Tat, dass er lange und mühevolle Gedankenarbeit nur dazu verwendet, wie Gewalt besser, länger, vergnüglicher und vor allem wirksamer angewendet werden kann. Die Gewalttätigkeit und Bösartigkeit der Spezies Mensch ist so offensichtlich und so alt, dass die Erzählungen von friedlichen Zeiten dem Bereich der Legenden und Märchen angehört und unter diesen nur eine ganz kleine Minderheit darstellt. … “.
Aus Untersuchungen geht hervor, dass, je früher und intensiver eine Gefängnismaßnahme bei Jugendlichen angewendet wird, desto größer die Gefahr einer Wiederholung des delinquenten Verhaltens und damit erneuter Inhaftierung ist, und das im Verhältnis 1:3.
Sollten uns solche Aussagen nicht zu denken geben und mehr Gedankenarbeit hervorrufen als das immer wiederkehrende Rufen nach Strafverschärfung und Ausweisung?
Keine Frage, Straftaten müssen Konsequenzen haben! Die Frage ist nur: wie und warum, dh mit welcher Zielsetzung schicken wir junge Menschen ins Gefängnis? Mit der in o.g. Untersuchung geäußerten und der Tatsache der Verfestigung der Gewalt? Doch wohl (hoffentlich) nicht!
Was, wenn man hinter die vordergründige Gewalt der Jugend schaut und die Erwachse­nen entdeckt, wie sie mit Mühe ihre Aggres­sionen unterdrücken, wie sie für ihre eige­nen, kaum integrierten verbotenen Impulse eine Ersatzbefriedigung im Ausagieren des Jugendlichen finden, und zwar eben durch die beschriebene unbewusste Toleranz und Inkonsistenz dem Jugendlichen gegenüber in diesen Verhaltensbereichen. Während die Erwachsenen die Jugendlichen ausdrücklich kritisieren und auch bestrafen, unterstützen sie irgendwie die Fortdauer gerade des Verhaltens, das sie kritisieren. Die Erwachsenen schrecken vor dem eigenen Konflikt mit der Umwelt zurück, halten ihn aber wach in einem Stellvertreter oder „Sündenbock“, der schließlich Garant ihrer eigenen bedrohten Anpassung wird. Die Strafen, das Schreien nach Strafrechtsverschärfungen, nach Verbot dienen dabei nur der Selbstberuhigung und der Fes­tigung der eigenen Kontrolle.
Ich suche keine Schuldigen, aber ich mache mir im Zusammenhang mit jungen Straftätern Gedanken darüber, wie man sinnvoll mit ihnen umgeht, vielleicht ihnen helfen kann, irgendwann ein gewaltfreies Leben zu führen. Denn auch sie werden einmal ein Teil unserer (hoffentlich erwachsenen) Gesellschaft sein.
Im Sinne des Gesetzes sind sie schuldig und auch verantwortlich für ihre Tat. Gleichwohl wird die schreckliche Biographie berücksichtigt, aber Hilfe – neben der Strafe – bekommen sie nicht.
Es ist immer davon die Rede, dass die Täter im Blickpunkt stehen, die Opfer vergessen werden. Den jugendlichen Tätern, die erst noch zu erwachsenen Mitgliedern der Gesellschaft werden wollen/sollen, wird das für viele Jahre verwehrt.

Geschrieben von Hans am 26. Februar 2009 | Abgelegt unter Dissozial, Delinquenz | 2 Kommentare

Die “schlimme” Jugend

Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte. Die Jugend steht nicht mehr auf wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widerspricht den Eltern und tyrannisiert die Lehrer.
Ein Zitat eines frustrierten CSU-Menschen? Mitnichten, sondern eines, das Sokrates (470-399 v.Chr.) zugeschrieben wird.
Die Jugend wird immer schlimmer? Wohl kaum! Sie verändert sich, gewiß. Sie hat mit anderen Problemen zu kämpfen, als noch vor 50 Jahren. Und straffällige Jugendliche gabs schon immer und wird es – leider – immer geben. Das liegt wohl in der Natur des Menschen.
Aber warum wird immer erst begonnen, zu handeln, wenn etwas passiert ist? Warum immer erst dann der Aufschrei und der Ruf nach strengeren Gesetzen u.ä. Strafverschärfungsmaßnahmen? Warum erst dann Projekte für Straftäter, wie jetzt vom bayer. Justizministerium vorgestellt?
Es gibt eine einfache Antwort: Geld!
Strafrahmenverschärfungen sind kostenlos und Projekte mit jugendlichen Sträflingen sind die billigste Variante. Es wird zwar – besonders hier in Bayern – immer heftigst betont, wie wichtig Jugend und Familie sind, was man alles tun will zum Schutz, zur Unterstützung etc. – aber das sind oft nur Worte, leeres Gerede, wenn auf der anderen Seite am laufenden Band gerade für den Sozialbereich Jugend und die Jugendhilfe Gelder gekürzt oder ganz gestrichen werden.
Aus 20 Jahren Erfahrung als Jugendlichenpsychotherapeut weiß ich, dass weniger die Not der jungen Menschen zählt als das Geld, das die Hilfe kosten würde. Da ist eine Haftstrafe allemal billiger als eine präventive Maßnahme. Der Grundsatz der Hilfe für gefährdete junge Menschen sollte sein: “Wir wollen nicht warten bis Kinder, die mit Risikofaktoren belastet sind, in Schwierigkeiten geraten, sondern bieten ihnen Hilfe, bevor sie auffällig, delinquent oder süchtig werden” – und nicht wie so oft: “Wir warten mal ab, was passiert; es geht ja noch …”
Jungen Menschen frühzeitig zeigen, dass ihr Handeln Konsequenzen hat, aber gleichzeitig, dass es auch andere Wege gibt, als nur Gewalt zur Konfliktlösung. Ihnen Konsequenzen nicht nur androhen, sondern in Schule und Familie auch deutlich werden lassen, dabei aber die Aufmerksamkeit und das Verständnis entgegenbringen – das sollte das Ziel sein und nicht die bessere Einsperrmöglichkeit. Stattdessen wird Leistung gefragt, Anpassung und Unterordnung unter familiäre, schulische und gesellschaftliche Zwänge, stattdessen sind Lehrer und Eltern zu bequem und/oder zu beschäftigt, sich mit den jungen Menschen zu befassen.
Welche Eltern haben noch wirklich Zeit für ihre Kinder, welche Lehrer für ihre Schüler? Wer ist noch wirklich bereit, sich auseinanderzusetzen, Konsequenzen aufzuzeigen und auch durchzuführen?
Einerseits lernen die jungen Menschen: dass ihr Handeln nicht wirklich Konsequenzen hat, d.h. sie werden nicht ernst genommen. Andererseits haben sie gelernt, dass zaghaftes Aüssern von Bedürfnissen nichts bringt, dass sie niemand hört, dass sie auch hierbei nicht ernst genommen werden. Also werden sie lauter und lauter… – und gleichzeitig gibt es kaum jemand, der hinhört oder helfend eingreift. Wenn ein 16jähriger einen 7jährigen mißbraucht und dann umbringt, so ist er nicht so grausam geboren worden, sondern muß eine schreckliche Lebensgeschichte hinter sich haben. Das soll keineswegs seine Tat entschuldigen, ich will nur sagen, dass mit mehr und vor allem früherer Intervention und Hilfe viele Taten verhindert werden könnten!
Ist Strafverschärfung wirklich der richtige Weg – oder sollte uns unsere Jugend nicht doch so wertvoll sein, dass wir rechtzeitig etwas tun.
Intensivtäter zu therapieren ist billiger, aber da ist dann schon viel gelaufen. Warum nicht eine Entwicklung zu Intensivtätern überhaupt zu verhindern suchen… Solange wir Maßnahmen für den Fall danach erwägen, müssen wir nicht über das Vorher nachdenken und die Hilfe, die im Vorfeld nötig ist.  Da aber sollte unser Nachdenken einsetzen.

Geschrieben von Hans am 14. Dezember 2008 | Abgelegt unter Allgemein | 4 Kommentare